Für Eltern und Pädagogen

Was ist Cybermobbing?

Diese Art von Mobbing ist nicht zeitlich oder örtlich begrenzt und hat durch den oft anonymen Charakter (der Täter, der z.B. einen Film ins  Internet stellt, ist oftmals nicht ermittelbar) wesentlich intensivere Auswirkungen als beispielsweise Mobbing in einem Sportverein, das zeitlich und örtlich beschränkt ist und wo die Personen bekannt sind, die jemand anderen schikanieren.

Jugendliche organisieren ihr „Beziehungsmanagement“ heute überwiegend über Medien – zum Beispiel mit Hilfe von  Handys und Social Communities wie SchülerVZ und Facebook. Dadurch sind sie auf den unterschiedlichsten Plattformen angreifbar. Auch, wenn sie selber die digitalen Medien nicht mehr nutzen wollen, verbreiten sich die Beleidigungen, peinlichen Fotos o.ä. sehr schnell und oft unwiderruflich, z.B. im Internet.

Bei der Nutzung des Internets und anderer Medien von Jugendlichen zählen der Schutz der Privatsphäre sowie der Umgang mit möglichem Cybermobbing zu den größten Herausforderungen für die Betroffenen und die Eltern und Pädagogen.

Aus der 2009 von der Landesanstalt für Medien NRW vorgestellten Studie „Heranwachsen mit dem Social Web“[1] geht hervor, dass nahezu alle befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen bereits in irgendeiner Form Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht haben. Die daraus entstehenden Probleme können Störungen verursachen, die teilweise eine therapeutische Behandlung erforderlich machen.

Das Projekt

„Netz gegen Cybermobbing“ ist ein präventives Medienprojekt in Köln. Ziele sind die Schaffung eines aufklärenden, kreativen und aktiv gestaltenden Medienangebotes, das Jugendlichen Hilfsmöglichkeiten aufzeigt, sowie das Thematisieren und Öffentlichmachen des Phänomens.

Der Austausch zwischen Jugendlichen über eine Kultur des respektvollen Umgangs miteinander im Internet oder mit dem Handy soll gefördert werden.

Außerdem sollen Eltern und Lehrer informiert und für das Thema sensibilisiert und befähigt werden, betroffenen Jugendlichen kompetente Hilfe zu leisten. Zusätzlich gibt es einen Blog, der u.a. lokale Hilfsmöglichkeiten aufzeigt, allgemeine Tipps gibt und die selbst erstellten Medienprodukte der Schüler zeigt.

Gemeinsam sind wir für ein faires Miteinander in der Schule, in der Freizeit und im Internet.

Unter http://www.klicksafe.de/ finden Sie weitere Informationen, sowie Materialien für den Unterricht zum Thema Cybermobbing.


[1] Vgl.: http://www.lfm-nrw.de/downloads/zusammenfassung_socialweb.pdf