Willkommen bei „Netz gegen Cybermobbing“

Cybermobbing ist ein Phänomen, welches das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen anderer mit dem Handy oder im Internet bezeichnet. Es findet z. B. in Sozialen Netzwerken wie Facebook statt. Dabei handelt es sich nicht um harmlose Streiche oder Scherze, sondern um eine Straftat, die verboten ist.

„Netz gegen Cybermobbing“ möchte dir helfen, dagegen vorzugehen. Auf dieser Seite findest du Hilfe und Tipps, wie du Cybermobbing vermeiden kannst. Du erfährst was du tun kannst, wenn du selbst betroffen bist oder jemanden kennst, der gemobbt wird.

Cybermobbing – Was kannst du dagegen tun?

1. Schütze deine Privatsphäre! Sei vorsichtig, welche Angaben du im Internet machst. Deine persönlichen Daten d.h. E-Mail-Adresse, Handynummer, private Fotos etc. können auch von Tätern gegen dich verwendet werden. Achte besonders darauf, deine Zugangsdaten geheim zu halten und ein sicheres Passwort zu verwenden.

2. Kenne deine Rechte! Wenn du es nicht erlaubst, darf niemand Fotos oder Videos von dir ins Internet stellen, die dir peinlich sein könnten. Außerdem darf niemand von anderen verspotten oder beleidigt werden. Cybermobbing kann rechtliche Konsequenzen für die Täter haben.

3. Bleib ruhig und antworte nicht! Lass dich nicht verunsichern, sondern vertrau dir selbst. Du bist toll, so wie du bist! Reagiere nicht auf Nachrichten, die dich belästigen, ärgern oder beleidigen. Denn genau das wollen die Täter. Wenn du zurückschreibst, wird das Mobbing wahrscheinlich nur noch schlimmer.

4. Sperre die, die dich belästigen! Bei den meisten Communities wie z.B. Facebook kannst du bestimmte Personen/Accounts sperren. Gibt es diese Möglichkeit nicht, kannst du die Betreiber der Seite kontaktieren und diese müssen z.B. einen Beitrag im Forum löschen. Wenn du per Handy belästigt wirst, kannst du auch deine Nummer ändern lassen. Nutze diese Angebote, denn so kannst du dich wehren.

5. Sichere Beweise! Mache Kopien von unangenehmen Nachrichten, Bildern oder Online-Gesprächen. Sie werden dir helfen, anderen zu zeigen, was passiert ist. Außerdem kann mit den Beweisen auch der Täter gefunden werden. Die Polizei braucht die Beweise für eine Anzeige, also z.B. SMS nicht löschen!

6. Rede darüber! Wenn du Probleme hast, wende dich an Freunde oder Erwachsene, denen du vertraust, z.B deine Eltern, einen Lehrer oder eine Jugendbetreuerin. Beim „Kinder- und Jugendtelefon“ erhältst du kostenlos Hilfe, wenn du einmal nicht mehr weiter weißt:

www.nummergegenkummer.de oder Tel. 0800/1110333

7. Unterstütze Betroffene und behandele andere so, wie du behandelt werden möchtest! Wenn du mitbekommst, dass jemand gemobbt wird, schau hin und hilf! Wenn der Täter merkt, dass das Opfer nicht alleine gelassen wird, hört er oft schnell auf.

Quellen:

Stefanie Rack und Marco Fileccia, klicksafe, 2009, S. 13 f

http://www.lizzynet.de/wws/3322660.php, Stand: 09.09.2013

http://www.saferinternet.at/cyber-mobbing/tipps/, Stand: 09.09.2013

 

 

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Eine Antwort auf Willkommen bei „Netz gegen Cybermobbing“

  1. Hedwig sagt:

    Initiativen wie „Netz gegen Cybermobbing“ sind als vorbeugende Instanz erst einmal anerkennenswert und toll. Leider kommen theoretische Ratschläge zum Verhalten im Netz in der Regel zu spät. Denn wer setzt sich mit dem Thema auseinander, wenn es ihm im Internet gut geht, wenn es keine Angriffe gibt? – Wenn es dann doch passiert, ist ganz praktische Hilfe nötig.

    Was also tun? Natürlich kann ein Opfer selbst Beweise sichern. Das Corpus Delicti festzuhalten, beseitigt aber nicht das Problem. Dann muss man dagegen vorgehen. Wer tut das? Wie kommt man an den anonymen Täter ran? Wie ist der „Dienstweg“? Was muss man beachten? Und was passiert, wenn eine Verleumdung oder ein diskriminierendes Foto schon dutzendfach kopiert und verlinkt wurde. Wer recherchiert dann? Wer sichert diese Beweise und ermittelt die Täter, und zwar so, dass ein Anwalt oder die Staatsanwaltschaft etwas damit anfangen kann?

    Wir haben übrigens die Erfahrung gemacht, dass der normale Beamte vom Dienst im Polizeirevier, der eine Anzeige wegen Cybermobbing aufnehmen soll, in der Regel nur die Schultern zuckt und erst aufgeklärt werden muss, dass es sich hierbei auch um eine Straftat handelt.

    Der Weiße Ring ist an das Opferentschädigungsgesetz gebunden. Als das konzipiert wurde, gab es noch nicht einmal Internet. Auch das 2. Opferrechtsreformgesetz von 2009 hat daran nichts geändert: Nach telefonischer Auskunft von Beratungsstellen der Organisation ist Cybermobbing bis heute kein Betätigungsfeld.

    Prävention ist ein wichtiger Ansatz. Er sollte nicht der einzige bleiben.
    Weiter viel Erfolg und beste Grüße
    Hedwig

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